Ich kann mich wohl zunehmend als Routinier in Sachen Wurzelbehandlung bezeichnen – auf Seiten des entwurzelten versteht sich. Gerade mal 3 Wochen nach der letzten akuten Wurzelbehandlung (siehe auch die kurz erwähnte Zahn-Odysee vom 12. März) hat sich eine weitere Zahnwurzel entzündet und mich zumindest für 12 Stunden, trotz Parkemed, Höllenschmerzen durchleiden lassen.
Es versteht sich von selbst, dass dergleichen immer dann passiert, wenn der Zahnarzt meines Vertrauens keine Ordination hat – Freitags. Nach teils unliebsamen Begegnungen mit zufällig aus den “Gelben Seiten” ausgewählten Ersatzärzten und Zahnnotdienst-Ärzten habe ich aber immerhin eine Klinik gefunden, die seit dem ersten Akut-Einsatz vor 3 Wochen mein absolutes Vertrauen und Hochachtung für den Fall der Fälle geniesst.
Ursprünglich in einem zufälligen Gespräch von meinem Vermieter empfohlen bekommen, kann ich also die Dentalklinik Margareten jedem Leidensgenossen wärmstens ans Herz legen. Bei Öffnungszeiten bis 22.00 Uhr unter der Woche und bis 13.00 Uhr am Samstag ist dieser Praxisverbund von 14 Zahnärzten die ideale Anlaufstelle für akute Fälle – die Akutversorgung wird auch explizit auf der Website und Beschilderung derselbigen angepriesen.
Junge, gut ausgebildete, umsichtige Ärzte und moderne Dentaltechnik führen einen gekonnt durch eine – schmerzfreie – Wurzelbehandlung die innerhalb von 15 Minuten abgeschlossen ist. Dafür nimmt man gerne die, für unangemeldete Akut-Patienten, ein- bis eineinhalbstündige Wartezeit in Kauf.
Das Prädikat “jung” streiche ich deshalb heraus, da, meiner Erfahrung nach, betagtere Zahnärzte eher zu überholten Methoden (Gift, Stahlstifte, etc.) greifen, die dann auch nicht ganz schmerzfrei sind bzw. die Prozedur als solches langwieriger und unangenehmer gestalten. Vorallem diese am neuesten Stand der Technik ausgebildeten Zahnärzte (Trauschke, Dentalklinik , etc.) haben mir – nach vielen Negativerfahrungen mit diversen anderen “Behandlern” – meine extreme Angst vor dem Besuch derselbigen genommen. Spritzen setzen, Wurzelbehandlung, Bohren, udgl. – alles können sie auffahren ohne mich noch ernstlich damit in Angst und Schrecken zu versetzen.
Interessant auch die Entwicklung der Behandlungsmethoden über das letzte Jahrzehnt. War meine erste Wurzelbehandlung vor etwa 10 Jahren noch ein einstündiges, schmerzhaftes Martyrium mit nicht so effizienten Anästhetika, Stahlstiften und “ausbrennen” der Zahnwurzel, so hat zumindest das ausbrennen und der übermässige Einsatz von Stahlstiften heutzutage ausgedient. Erfahrungsgemäss setzen “gesetzte” Ärzte allerdings tw. noch immer auf ausschaben mit Stahlstiften und Gifteinlagen.
Die neue Generation an Zahndienstleistern erledigt eine Wurzelbehandlung, selbst an einem extrem entzündeten Zahn, innerhalb von 15 Minuten. Spritze setzen, warten auf die Wirkung derselbigen, relevanter Beratung/Information und freundlichem Umgang inklusive. Das ganze natürlich ohne Gift, Stahlstifte, Bachblüten!! (auch schon erlebt) und vorallem absolut schmerzfrei.
Wie es ein Kieferchirurg, der mir 2 meiner Weissheitszähne entfernt hat, es einmal formuliert hat: er sieht seine Patienten nicht als Patienten die sich dem allmächtigen Arzt hinzugeben haben, sondern als Kunden welche eine den individuellen Wünschen und Ängsten entsprechende, bestmögliche Behandlung und Information verdienen … ganz nach dem Motto: der Kunde ist Kaiser!
Vielen Dank Hr. Doktor, ein schönes Wochenende, bis zum nächsten Mal :-)
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